Die Geschichte der Waterford Distillery endete nicht mit der finanziellen Krise von 2024. Nachdem das Unternehmen Ende 2024 in ein Insolvenz- beziehungsweise Receivership-Verfahren geraten war, wurde 2026 ein neuer Eigentümer für die zentralen Vermögenswerte gefunden.
Tennessee Distilling Group übernimmt Waterford
Im März 2026 wurde der Verkauf der Waterford Distillery, des Markenportfolios und der zugehörigen Markenrechte an die US-amerikanische Tennessee Distilling Group bekannt. Der Kaufpreis wurde in Berichten mit rund sechs Millionen Euro beziffert. Der neue Eigentümer kündigte Investitionen in den Standort und eine Stärkung des Teams in Waterford an.
Damit ist die frühere Schlagzeile vom endgültigen Aus überholt: Waterford hat nach der Krise eine neue Perspektive. Ein großer Teil der gereiften Whiskybestände wurde im Insolvenzprozess separat behandelt, weshalb sich die künftige Ausrichtung der Marke noch von der Ära des Gründers Mark Reynier unterscheiden kann.
Warum Waterford in der Whiskywelt auffiel
Waterford setzte von Beginn an ungewöhnlich konsequent auf Herkunft und Rückverfolgbarkeit der Gerste. Einzelne Farmen, unterschiedliche Böden und Anbaumethoden sollten im Whisky vergleichbar gemacht werden – ein Ansatz, der das aus dem Wein bekannte Terroir-Konzept auf Irish Single Malt übertrug.
Zu den bekanntesten Reihen gehören die Single Farm Origin-Abfüllungen sowie Cuvées, Organic- und Biodynamic-Releases. Bei Maltimore findest du unter anderem den Waterford The Cuvée, den Waterford Biodynamic Luna 1.1 und weitere Abfüllungen der Brennerei.
Was bedeutet der Neustart?
Die Übernahme sichert der Brennerei zunächst eine neue wirtschaftliche Basis. Spannend wird sein, wie viel vom bisherigen Terroir- und Transparenzkonzept erhalten bleibt und welche neuen Abfüllungen unter der neuen Eigentümerschaft entstehen.
Weitere Whiskys aus Irland findest du in unserer Auswahl Irish Whiskey. Wer rauchige Waterford-Abfüllungen spannend findet, findet außerdem passende Flaschen bei Rauchiger Whisky.